Innerhalb der islamischen Forschung ist das wissenschaftliche Studium der muslimischen Theologie eine relativ junge Disziplin. In den letzten Jahrzehnten wurden große Fortschritte in Bezug auf die Entdeckung neuer Substanzen und auch auf wissenschaftliche Methoden in diesem Gebiet erzielt. Es liefert ein vielschichtiges Bild vom Stand der Technik und zeigt genau in dieser Zeit neue Richtungen für das zukünftige Studium.

Der erste Teil behandelt die verschiedenen Strömungen der islamischen Theologie in den prägenden und altertümlichen Perioden, zusätzlich zum Scripturalisten. Um die ständige Interaktion zwischen den vielen theologischen Strängen und ihren Konsequenzen (während der gesamten formativen und frühen mittleren Periode und der Vergangenheit) zu demonstrieren, bietet Teil 2 zahlreiche Fallstudien. Diese konzentrieren sich auf besondere theologische Probleme, die durch die dilemmatischen und häufig polemischen Interaktionen zwischen den verschiedenen theologischen Hochschulen und Denkern gewachsen sind. Zu den Merkmalen der Epoche gehört die sich entwickelnde Verschmelzung von Theologie mit Philosophie (Peripatetiker und Illuminator) und Mystizismus. Im vierten Teil wird die Wirkung politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen auf die Theologie anhand einiger Fallstudien untersucht: das berühmte, von al-Ma’mun (r. 189 / 813-218 / 833) eingesetzte mihna zusätzlich zu dem mihna zu diesem Ibn ‘Aqil (gest. 769/1367) wurde ausgestellt; die Religionspolitik der Almohaden; und die sich wandelnden Interpretationen der Verbindung zwischen Ash’arismus und Maturidismus, die häufig durch politische Motive motiviert waren, während der Geschichte (besonders während der mamlukischen und osmanischen Zeit). Teil Fünf glaubt an das islamische theologische Denken am Ende der Frühen Neuzeit und während der gesamten Gegenwart.